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Themen, die bewegen

Konkurrenz durch Start-Ups

Es gibt sie – sogar in Deutschland – die erfolgreichen Start-Ups:

2011 wird Volocopter im beschaulichen Bruchsal gegründet, um das Thema urbane Mobilität zu revolutionieren. Das städtische Verkehrschaos wird durch den Einsatz von rein elektrisch angetriebenen Senkrechtstartern als Teil der Infrastruktur entzerrt.

Das Modell von Uber, weltweit erfolgreich, in der 3. Dimension.

Deutsche Ingenieurskunst, die sogar in Dubai und Las Vegas Aufmerksamkeit erregt. Mit dem Potenzial, die Infrastruktur der Städte zu ergänzen, ergibt sich ein Impact z.B. auf die Städteplanung, Taxiunternehmen, den öffentlichen Nahverkehr und sogar die Automobil Hersteller.

Wie gehen nun die bisherigen Platzhirsche, wie in diesen Fällen die Automobilhersteller, mit der Bedrohung durch revolutionäre Start-Ups um?

Eine Möglichkeit ist, nichts zu tun, abzuwarten und zu hoffen, dass durch den Gesetzgeber oder bestehende Regularien neue Ideen verhindert werden, wie es bei Uber kurzfristig der Fall war.

Aber einige denken weiter:

Daimler gründete bereits 2007 unter dem Namen Lab1886 ein Innovationlabor. Firmen forcieren interne Innovationslaboratorien, um neue Geschäftsfelder zu erschließen. Allerdings ist hier ist die Zeit des freien Schaffens mittlerweile vielfach vorbei, es wird auf Output Wert gelegt, und somit der Grad der revolutionären Neuerungen verringert.

Auch Partnerschaften zwischen etablierten Firmen und Start-Ups zu schließen ist eine gängige Strategie. So haben Daimler und Volocopter eine Partnerschaft gegründet, der sich sogar Intel anschloss.

Es kommt also zur Kooperation zwischen großen, gereiften Organisationen und kleinen agilen Strukturen von Start-Ups. Bildlich gesprochen eine Hochzeit zwischen Elefant und Maus.

Im Comic erschrickt der Elefant vor der Maus, trompetet laut und rennt erschrocken davon. In der Realität des Wirtschaftslebens jedoch macht der Elefant die Maus häufig einfach platt. Der große Partner hat wieder seine Ruhe und fällt in „business as usual“ zurück. Der kleine Partner verliert seine Identität und verschwindet in der Bedeutungslosigkeit.

Die wesentlichen Aspekte die für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nötig sind:

  • Purpose, Mission, Vision müssen auf den verschiedenen Führungsebenen entwickelt werden
  • Offenheit, kein Bedrohungsdenken im Management, sondern die Suche nach kreativ befruchtender und wirtschaftlich sinnvoller Kooperation.
  • Eine Kultur der Zusammenarbeit, die die die Stärke des Junior Partners als Basis für Neues willkommen heißt. (Next Level Collaboration)
  • Klarheit der Möglichkeit des Scheiterns und der angstfreie Umgang damit müssen geklärt sein (Thematiken wie Fehlerkultur, negativer Einfluss auf die Karriere)
  • Wie werden Rückschläge als Möglichkeit der Verbesserung, des Lernens genutzt?

Hierzu ist ein dreistufiger Prozess geeignet:

  1. Anerkennen des Ist-Zustandes beider Parteien (individuelle Stärken, Erfolge in der Vergangenheit)
  2. Entwickeln des gemeinsamen Neuen (das gemeinsame Ziel in allen Facetten, was soll der Beitrag für das große Ganze sein)
  3. Festlegen der nötigen Schritte zum Erreichen des gemeinsamen Ziels und professionelle Umsetzung

Wie der Umgang mit Start-Ups verbessert werden kann und welche Maßnahmen für einzelne Themenschwerpunkte in Frage kommen, erfahren Sie unter Lösungen.

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