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trainer coach berater frank negretti unternehmensentwickler change managementDigitalisierung und Change Management – Schlagworte, die sich anfühlen wie aus dem letzten Jahrhundert. Dabei waren sie bis vor zwei Monaten Normalität und das in aller Breite diskutierte Thema. Normalität mit den gewohnten Wegen und Arbeitsweisen. Selbst für kleine Änderungen waren Change Manager und aufwändig geplante Vorgehensweisen nötig. Das Credo des Widerstands gegen jede Änderung war laut zu hören und große Energie war nötig, um erste Schritte zu erreichen.
Die neue Realität ist mobiles Arbeiten, Videokonferenzen, Arbeiten von Zuhause und sogar ein digitales Feierabendbier mit den Kollegen – von jetzt auf nachher, ganz ohne großes Brimborium. Wir sind in der neuen Arbeitsweise angekommen. Dazu verschwimmt die Grenze zwischen Privatem und Geschäftlichem. Kinderbetreuung ist auch im Management ein aktuelles Thema, und nicht selten huscht ein Kind durch eine virtuelle Besprechung.

Corona hat den Berg des Widerstands einfach durchtunnelt.

Wir sind in einer neuen Realität ungewollt angekommen und leben jetzt in ihr. Damit geht eine ganze Masse an neuen Erfahrungen und Arbeitswesen für jeden einzelnen einher. Solange der Lockdown anhält, existiert quasi eine Zweiklassengesellschaft von Menschen, die in den Firmen vor Ort sind und denen, die Zuhause sind – Business as usual versus Ausgangsbeschränkung.

Die Veränderungen sind tiefgreifend: virtuelles Führen, Arbeiten in und aus der familiären Umgebung, intensive Besprechungen in digitaler Form, neue Wege der Entscheidungsfindung. Wir sind gefordert, uns anzupassen und in neuen Wegen zu arbeiten. Es passierte eigentlich ein gigantischer Schritt in das Neue und Unbekannte, der uns jetzt viele Erfahrungen beschert.

Für mich ist die spannende Frage, wie nachhaltig die Neuerungen sind, oder ob wir in die „alte Welt“ zurückgezogen werden. Wir haben die Wahl. Nehmen wir das Heft des Handelns in die Hand, oder lassen wir die Zukunft durch die Krise gestalten? Handeln bedeutet sich mit folgen Fragen zu beschäftigen: Was ist gut an den neuen Arbeitsweisen? Was müssen wir verbessern? Wo ist es nötig zurückzugehen? In welchen Bereichen gehen wir den eingeschlagenen Weg weiter?

Wir sind herausgefordert, uns diesen und vielen weiteren Fragen zu widmen. Wir betreten Neuland, ohne uns auf Erfahrungswerte beziehen zu können. War das nicht vor Corona noch das Schreckgespenst der Disruption?

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