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Es ist spannend, die Wesenszüge von Kooperation und Kollaboration näher zu betrachten. Hierdurch wird schnell deutlich, warum Kollaboration so viel mehr ist als Kooperation.

Kooperation hat fast immer einen systemischen Charakter, sie wird vereinbart oder sogar angeordnet. Wenn wir kooperieren, sagt dies noch lange nichts über die Qualität des Miteinander aus. Eine Kooperationszusage ist schnell ausgesprochen, es wird ja lediglich die Mitwirkung zugesagt. Der Grad der Effektivität und Effizienz des Beitrages, die erbracht werden wird, bleibt im Hintergrund.

Denken Sie z.B. an die Ereignisse der letzten Monate in der Automobilindustrie. Wie oft haben Sie gehört oder gelesen, dass ein Automobilkonzerns vor der versammelten Presse versichert, mit der Staatsanwaltschaft zu kooperieren, um den Einsatz von Schummel-Software aufzudecken? Sicher erahnen Sie, wie intensiv und zielorientiert sich die eine Seite in diese Kooperation einbringen wird.

Kollaboration dagegen hat ein anderes Wesen. Sie ist das aktive, zielgerichtete und freiwillige miteinander arbeiten. Es gilt das von allen mitgetragene, gemeinsames Ziel zu erreichen. Kollaboration entsteht aus der Verpflichtung der Beteiligten heraus, einen wirklichen Beitrag für das Unternehmen, das Ziel, das Team zu leisten. Echte Kollaboration kann nicht angeordnet oder vereinbart werden. Echte Kollaboration kennt keine Abteilungsgrenzen. Sie kennt nur den inneren Antrieb eines jeden einzelnen, sich mit seinen Stärken einzubringen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Echte Kollaboration lässt sich nicht anordnen, sondern entwickelt sich quasi von selbst.

Welche Voraussetzungen braucht es, damit Kollaboration entstehen kann und zur Selbstverständlichkeit wird? Bilder aus der Botanik helfen, sie zu veranschaulichen.

Stellen Sie sich vor, Sie wollen Kollaboration „pflanzen und gedeihen“ lassen. Kollaboration ist anfangs ein zartes Pflänzchen, das bestimmte Voraussetzungen braucht, um überhaupt austreiben zu können.

  • Um kraftvolle Wachstumsvoraussetzungen zu schaffen ist es wichtig, dass die Unternehmensleitung das Wesen der Kollaboration erkennt und versteht.
  • Der Keim der Kollaboration muss von der Unternehmensleitung gepflanzt sprich: gewollt werden. Es braucht also die bewusste Entscheidung dafür, Kollaboration entstehen zu lassen.
  • Der Keimling braucht einen guten Boden, um Wurzeln schlagen zu können. Der beste Nährboden sind ein kraftvoller und stimmiger Purpose des Unternehmens, den die Mitarbeiter mittragen wollen.
  • Wärme fördert das Wachstum. Die beste Wärmequelle ist ein positives Menschenbild des Managements, in der die vorhandenen Stärken und Potenziale der Mitarbeiter austreiben dürfen.
  • Natürlich braucht Kollaboration Dünger. Dieser Dünger ist die Fülle, in der sich Management und Mitarbeiter befinden. Denn im Mangel kann nichts gedeihen.
  • Kollaboration braucht Raum, um sich ausbreiten zu können. Diesen Raum bildet die Freiheit und die Freiwilligkeit. Diese Voraussetzungen sind die Kollaborationsbereitschaft des Unternehmens.

Unser Anliegen ist es, Kollaboration in Unternehmen möglich zu machen, als messbareren Erfolgsfaktor. Für das Unternehmen als solches und auch für die Mitarbeiter.

In einem persönlichen, unverbindlichen Gespräch möchte ich mich mit Ihnen über möglichen erste Schritte in Richtung Kollaboration austauschen. Ich bin sicher, dass Sie einige wichtige Anregungen daraus für sich und Ihr Unternehmen mitnehmen können.

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